Der offene Wohn-Ess-Bereich einer Doppelhaushälfte in Ettlingen ist großzügig geschnitten – Essplatz, Sitzlandschaft und ein kleiner Kamin teilen sich einen einzigen, zusammenhängenden Raum. Genau diese Offenheit war die Aufgabe: ein Lichtkonzept und eine Materialsprache zu entwickeln, die den ganzen Raum zusammenhalten, ohne ihn in einzelne Inseln zu zerteilen.
Das Beleuchtungskonzept arbeitet bewusst mit mehreren Schichten: eine lineare Hängeleuchte über dem Esstisch, Stehleuchten neben der Sitzlandschaft, LED-Akzentlicht hinter Möbeln und drei zusätzliche Spots für eine kleine Arbeitsecke am Fenster. So lässt sich der Raum je nach Tageszeit unterschiedlich in Szene setzen – hell und funktional am Morgen, warm und atmosphärisch am Abend.
Ein Detail aus dem Briefing hat es sogar in die Planzeichnung geschafft: der Abstand zwischen dem Flügel der Bewohner und dem Kamin musste genau geprüft werden – ein Hinweis darauf, wie sehr sich das Konzept an den tatsächlichen Gewohnheiten der Familie orientiert und nicht an einem abstrakten Idealraum.
Die Materialpalette folgt der Idee einer ruhigen „Nordic Living“-Stimmung: Anthrazit und warmes Grau treffen auf Cream, Olive und Karamell, ergänzt um Eichenholz, Naturstein-Fliesen und griffige Bouclé-Textilien. Ein Sitzpaar in Salbeigrün setzt in dieser eher gedeckten Palette einen bewusst frischen Akzent.
So entsteht ein Wohn-Ess-Bereich, der bei aller Offenheit unterschiedliche Stimmungen erlaubt – vom hellen Frühstück am Esstisch bis zum Abend am Kamin, ohne dass dafür ein einziges Möbelstück umgestellt werden müsste.
Grundriss & Beleuchtungskonzept
