Ein Penthouse unter dem Dach, komplett leer, mit einer schwarzen Wendeltreppe als einzigem fest gesetztem Element – das war der Ausgangspunkt für dieses Projekt in Karlsruhe. Keine Vorgabe durch Bestandsmöbel, aber auch keine geraden Wände: Dachschrägen, Gauben und die geschwungene Treppe mussten von Anfang an mitgedacht werden.

Im Wohnbereich bildet eine großzügige Sofalandschaft in hellem Grau das Zentrum – bewusst unter der höchsten Stelle des Raums platziert, damit die Dachschrägen nicht bedrängend wirken. Runde schwarze Beistelltische nehmen die Formensprache der Wendeltreppe auf und verbinden Sitzlandschaft und Fernsehwand zu einer ruhigen, aufgeräumten Fläche.

Ein paar Stufen höher, direkt unter dem First, liegt der Essbereich: ein runder Tisch mit vier Lederstühlen, eine Stehleuchte zum Lesen und Platz für eine kleine Arbeitsecke daneben. Dieser Rückzugsort lebt von seiner Kompaktheit – gerade weil er klein und klar möbliert ist, wirkt er wie ein eigenes kleines Zimmer innerhalb der offenen Wohnung.

Direkt am Eingang übernimmt ein freistehendes, offenes Regal mit Kleiderhaken die Funktion eines Raumteilers – es trennt den Flur vom Wohnbereich, ohne den Blick durch die Wohnung zu verstellen. Ein runder Sessel mit Hocker und ein paar grüne Pflanzen machen aus der Ankunft im Penthouse einen kleinen, einladenden Moment.
So ist aus einer leeren Rohwohnung ein Zuhause geworden, das seine ungewöhnliche Architektur nicht versteckt, sondern zum Thema macht: Die runde Linie der Treppe taucht in Tischen, Sesseln und Regalen immer wieder auf – leise, aber konsequent durch die ganze Wohnung hindurch.
Konzept & Planung





